2nd GIBRALTAR BACKGAMMON CHAMPIONSHIP

Stefan Parlow und Sergei Chertkov gewinnen das DOUBLES CONSULTATION !!!!

Die ABA gratuliert recht herzlich zu diesem tollen Erfolg.

Hier der Turnierbericht und seine Eindrücke von diesem erfolgreichen Wocenende.

 

Im Einzel war ich total verseucht. Ich spielte (XG-Rating: 5, 86) zwar bis auf das Match gegen den Briten Peter Snapes, der 5, 64 spielte, immer stärker als meine Gegner und alle Partien unter 3. Trotzdem verlor ich, bis auf das Match gegen Snapes, alle Partien, wobei eine Russin sogar eine 18 spielte!

Hier meine Partie gegen Lars Trabolt, der bereits Weltmeister und Vize-Weltmeister war, sowie viele andere internationale Titel errungen hat. Im Moment wird er in der Weltrangliste auf Platz 11 geführt. Leider hört das Match bei 8 :8 auf, weil meine Kamera sich immer bei 67 Minuten abschaltet. Urbi wird sich bemühen diesen Fehler zu beheben.

 

 

Im Doppel spielten genau 70 Teams um den Titel, somit ergab sich ein 128-Feld. Matchdistanz in allen Runden war 7. Ich wollte an sich alleine spielen, was von der Turnierleitung allerdings mit dem Argument eines „social-events“ untersagt wurde. Ich kann diese Argumentation nachvollziehen, denn würde jeder so handeln, dann wir es ein ganz normaler Jackpot. Mehrere Spieler wollten mich als Partner, ich entschied mich schließlich für einen no-name Russen, der beteuerte immer das zu spielen, was ich wolle. Trotzdem gab es die Regel, dass derjenige im Endeffekt entscheiden darf, der gerade am Brett sitzt.

 

In der ersten Runde hatten wir ein Freilos. In der zweiten Runde spielten wir gegen eine Paarung aus Gibraltar, die trotz 0 :4 Rückstandes keine allzu großen Probleme bereitete.

 

In der dritten Runde spielten wir gegen eine französische Paarung, wobei ich mich nur an den Namen „Nani“ erinnere. Relativ problemlos gewannen wir auch hier 7:2

 

In der 4. Runde spielte ich gegen das starke deutsche Doppel Kimon Papachristopolos/Götz Hildsberg und nach 6:0 Führung gewannen wir schließlich 7:4.

Im ¼-Finale schlugen wir die Deutschen Sven Rümke/Röwer 7:1.

In der 5. Runde und somit im Halbfinale wartete nun eine russische Paarung. Vor dem Spiel sprach mich mein Gegner in Kombination mit meinem russischen „Partner“ an, ob wir nicht einen Deal machen könnten. Sie wüssten, dass ich der stärkste Spieler von uns sei und im Finale gegen die deutsche Paarung Maik Stiebler/Guido Weidner die besseren Chancen hätte, als die rein russische Paarung. Sie offerierten mir den Gewinn des Halbfinales, eine Teilung des Preisgeldes von der Summe des 3. Platzes und dem Preisgeld, das ich im Finale erreichen würde. Ich lehnte ab, nicht nur weil ich mir sicher war hoher Favorit im Halbfinale zu  sein, sondern auch weil dies absolut nichts mit fair play zu tun gehabt hätte. Ich meinte zu meinem „Partner“, dass er  ja Deals machen könne mit seinen russischen Freunden, wobei sich diese dann zu einer angeregten Beratung zurückzogen. In mir schrillten die Alarmglocken, denn die Gefahr eines absichtlichen Verlierens durch meinen Partner war groß, was sich schließlich im Match bewahrheitete:

Es war ausgemacht, dass ich immer die Partien beginne. Ich stellte in der ersten Partie auf 4 : 0 , verlor in der zweiten Partie jedoch 2 Punkte und musste das Spielen meinem Partner überlassen. Wir hatten dann einen optimalen Wurf und hätten doppelt schlagen können, was fast sicher einen Sieg mit gammon bedeutet hätte, doch mein „Partner“ hörte nicht auf mich, spielte einen katastrophalen Zug und drückte blitzschnell die Uhr. Ich bekam einen mittleren Schreikrampf und witterte Manipulation, speziell unter dem Gesichtspunkt, dass er ja vorweg versprach immer das zu spielen, was ich möchte. Als er dann noch ein klares Pass annehmen wollte, war für mich klar, welche Intention hier dahinter stand. Inzwischen schauten uns sicherlich 20 Spieler zu und er traute sich dann doch nicht diesen Cube zu nehmen.
Ich kam wieder als Spieler zum Zug, doppelte, gewann gammon und das Match.

 

Im Finale warteten mit Mike Stiebler und Guido Weidner zwei deutsche Spieler, die bereits schöne internationale Erfolge in der Vergangenheit erzielen konnten:
In der ersten Partie musste ich gegen ein Backgame spielen, was ja das Schwierigste ist. Nur zwei bis drei Prozent aller Matches sind backgames. Ich doppelte zu früh und baute noch 2 blunder ein, was mir ein Rating von 12,44 bescherte. Trotzdem gewann ich gammon und würfelt der Gegnern nicht als letzten Wurf Pasch 3, wäre es ein backgammon geworden. Somit führte ich 4 :0. Der Weitere Spielverlauf war 4 : 1, 6 : 1, 6: 2, 6 : 4 und schließlich 7:4 und der Gewinn des Matches und des Doppelturnieres.
Die Einzelwertungen der folgenden Spiele war 3,85 – 0,8 – 9,22 (2 blunder) – 1,3 und 0,22 – was schließlich zu einem Rating von 4,24 führte. Der Gegner spielte jedoch auch sehr stark, doch seine 3,28 waren bei einer negativen Luckrate (-2,29) zu wenig.

 

Ich freue mich bereits auf das nächste internationale Turnier in Russland (Kazan) vom 8. Bis 13. März mit 30.000 Dollar added-money und dem Duell mit anderen Weltklassespielern. In Russland werde ich hoffentlich das Doppel alleine spielen können, falls nicht, werde ich mir sicher keinen russischen Doppelpartner nehmen.