5th Cyprus Open 2017

1. - 5. November 2017

Turnierbericht verfasst von Stefan PARLOW

 

Auch heuer war Österreich wieder mit 4 Spielern beim größten und am stärkst besetzten Backgammonturnier der Welt vertreten. Über 380 Spieler starteten im Masters und ca. 180 Spieler bei den Intermediate. Im Masters ergab dies somit einen 512er-Turnierraster, bei Intermediate 256. Turniermodus war double-elimination, man konnte somit auch noch mit einer Niederlage das Turnier gewinnen, müsste im Finale jedoch dann 2x gewinnen.

Christa Groll hielt in der Intermediate-Kategorie die Fahnen für Österreich hoch, ebenso wie Helmut Gerdenits. In der Master-Category traten Tunci-Baby Hamarat und Stefan Parlow an.

Intermediate:

Christa verlor gleich die 2. Partie in der Main. Sie konnte jedoch in der Second Chance sich durchkämpfen, im 1/8-Finale dann leider Endstation. In der Last Chance sah sie leider auch kein Land.
Allerdings gab es auch ein Ladies-Tournament, bei dem 71 Spielerinnen teilnahmen. Christa spielte groß auf und gewann 5 Spiele in Serie. Im Spiel um den Einzug ins Finale war die Gegnerin leider sehr bestrahlt, doch Christa wurde hervorragende 3.

Masters:

Tunc verlor leider sehr schnell 2 Spiele und verabschiedete sich in die Last Chance, bei der er leider auch nicht sehr weit kam.
Ich gewann meine ersten 4 Spiele. In der 4. Runde musste ich gegen den starken deutschen Spieler Tobias Hellwag antreten. Am Beginn schwächelte ich und spielte nicht in gewohnter Form, was sich auch auf das Score auswirkte. Ich war 4:11 hinten auf 13 Punkte. In der nächsten Partie fing ich mir noch einen blunder ein, weil ich doppelte sehr früh (zu früh), konnte das Spiel aber gewinnen. Stand 6:11. Wir legten eine Pause ein, welche mir offenbar gut getan hat. In der Folge spielte ich  bärenstark: mit einer PR in dem Spiel von 0,00 auf 7:11, PR von 2,05 auf 9:11, PR von 1,40 auf 11:11. In der entscheidenden Partie doppelte ich beim kleinsten Vorteil – und das war bereits der zweite Zug. Nach dem 4. Zug hatte ich folgende Stellung und begann bereits innerlich zu feiern:

Meine Stellung crashte, weil ich permanent schlechte Würfe hatte und es kam zu dieser Position: ich würfelte Pasch, die sehr schwer zu spielen war, ich entschied mich aber richtig.

In dieser Position machte ich dann Pasch 6 und spielte das Match nach Hause. Meine PR im letzten Spiel war 2,17. Da ich in den ersten Spielen dieses Matches jedoch schwach spielte reichte es nur zu einer PR von 4,55 übers ganze Match.

Eine extrem schwierige Stellung hatte ich nochmals knapp vor Schluss. Ich würfelte 3/2 und konnte nach reiflicher Überlegung den richtigen Zug finden.

Nun war ich bereits unter den letzten 16 des 512er-Feldes und konnte mir sogar noch eine Niederlage leisten, die jedoch bereits in der nächsten Runde kam. Gegen den vermutlich schwächsten Gegner meiner bisherigen Gegner verlor ich vor allem deshalb, weil der Gegner ahnungslos war, was die cube-action betrifft: Beim Stand von 10:10 doppelte er mich nach dem ersten Wurf – und ich verlor Gammon.

In der Second Chance schlug ich dann 2 Spieler, unter anderem die Nummer 4 der deutschen Rangliste (355 Spieler), Ferat  Gündogan. Nun ging es gegen Chris Rogers aus England bereits ums Preisgeld. Ich schlug Chris 9:6 mit fantastischem Checkerplay, hatte jedoch einen 700er blunder, weil ich den Recube auf der 4, ein „no double,“ wegschmiss. Hier die Stellung. Ich sah in der Hitze des Gefechtes leider nur seine guten Würfe und die Gammons, die ich verlieren könnte – und damit auch das Match und nicht auch seine vielen schlechten Würfe.

Egal. Ich gewann das Match 9:6 und war damit bereits 13. des größten Backgammonturnieres der Welt. In der nächsten Runde verlor ich allerdings gegen Lars Trabolt, zwar unglücklich, doch verdient mit 5:9. Er machte aus einem Backgame und 2 Holding-Games jeweils Running-Partien und gewann alle 3. Im Finale war allerdings auch für ihn Endstation, als er als entschieden stärkerer Spieler (PR 2,4) gegen den Amerikaner Carter Mattig 5:17 unterging, wobei Mattig eine PR von 12,8 hatte……